Carl & Strups Welt

Der historische Zeitstrahl – Carl Stülpner und seine Zeit

Links die Lebenschronologie, rechts die Geschichte. Historischer Kontext trägt sein eigenes Datum, ohne den Hauptstrahl zu verschieben.

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Materialien zum Mitnehmen

Passende Arbeitsmaterialien findest du am Ende jedes Bandes.

Materialien zum Mitnehmen

Spiel-, Vorlese- und Kreativmaterial findest du am Ende jedes Bandes.

Carl Stülpner

Perspektive

Historischer Vorlauf

Carl Stülpner

1762 — 1832

Scharfenstein · Erzgebirge

17. Jahrhundert

Leben im Erzgebirge

Unter der Erde lag Silber, darüber war das Leben karg. Lange Winter, harte Arbeit und die Abhängigkeit von der Herrschaft bestimmten den Alltag vieler Familien. Der Berg, der Wald und das Handwerk gaben ihnen, was sie zum Leben brauchten.

Lehrmaterial für Lehrpersonen

Direkt einsetzbare Unterlagen für den Unterricht

Carl wird geboren.

30. September · Scharfenstein

In diesem Dorf fängt sein Leben an.

Bandeintritt

01

Band 01

Der kleine Carl im Rauch der Husaren

Erzählzeitraum · 1762–1779

Eingereicht für

Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis Deutscher Kinder- und Jugendbuchpreis SüdStorch Kinderbuchpreis

Hier beginnt Carls Geschichte – in einer Welt, in der Not, Gefahr und Zusammenhalt schon früh zeigen, was Menschen füreinander bedeuten.

Im Buch

Einordnung · 1762

Warum ist dieser Band wichtig?

Als Carl 1762 geboren wurde, dauerte der Siebenjährige Krieg noch an.

Sachsen und das Erzgebirge waren von Krieg und Unsicherheit geprägt. Carl wuchs als jüngstes von acht Kindern in einfachen Verhältnissen auf einem Häusleranwesen in Scharfenstein auf – einem kleinen Anwesen der ländlichen Unterschicht.

Herrschafts- und Besitzrechte bestimmten den Alltag einfacher Menschen: Wald, Wild und viele Möglichkeiten, den eigenen Lebensunterhalt zu sichern, standen ihnen nicht frei zur Verfügung. Band 01 zeigt damit die Welt, in die Carl hineingeboren wurde – und aus der sich vieles von dem erklärt, was sein späteres Leben prägen sollte.

Wissen entdecken

Brennende Fragen

Nachweise

Woher wissen wir das eigentlich?

Belegt, überliefert oder erzählerisch verdichtet: Hier wird die Quellenlage zu Band 01 sichtbar – ohne erfundene Primärquellen.

Historisch belegt Überliefert Künstlerisch verdichtet

Quellen & Nachweise

  • Carls Familie

    Carl ist das jüngste von acht Kindern.

    Historisch belegt

    Literatur

    Johannes Pietzonka
    Carl Stülpner – Legende und Wirklichkeit
    S. 15

  • Die schwarzen Husaren

    Zur Stunde seiner Geburt erzählt die Überlieferung von schwarzen Husaren.

    Überliefert

    Ursprung der Erzählung

    Schönberg · Stülpner-Biographie

    Historischer Kontext

    Schwarze Husaren sind unabhängig davon für die Region zeitgenössisch nachgewiesen. Pietzonka (S. 15) nennt 1761 Exzesse von Husaren in Großolbersdorf und führt das Tagebuch des Pfarrers von Schönbrunn zum Bellingschen schwarzen Husaren-Corps an.

    Einordnung

    Die konkrete Szene am Geburtshaus stammt dagegen aus der Stülpner-Überlieferung. Ob gerade diese Husaren vor dem Haus der Familie Stülpner standen, lässt sich unabhängig nicht belegen.

    Literatur

    Johannes Pietzonka
    Carl Stülpner – Legende und Wirklichkeit
    S. 15

  • Die Szene im Buch

    Band 01 zieht die überlieferte Husarenepisode erzählerisch aus.

    Künstlerisch verdichtet

    Grundlage

    Überlieferung der Husarenepisode.

    Historischer Rahmen

    Die militärische Präsenz in der Region ist historisch nachweisbar.

    Gestaltung im Band

    Dialoge, konkrete Abläufe und einzelne szenische Details sind erzählerische Gestaltung.

Lehrpersonen ·

Weiterentdecken

Noch tiefer in Carls Welt.

Geschichte, Wissen und Materialien – passend zu deiner Perspektive.

Einstieg

Eine Familie gerät in Gefahr.

Band 01 führt in Carls Kindheit und in eine Zeit, in der Krieg auch nach dem Ende der Kämpfe den Alltag vieler Familien bestimmte.

Die Geschichte der Husaren bietet einen unmittelbaren Einstieg: Was geschieht mit einer Familie, wenn plötzlich fremde Soldaten vor der Tür stehen?

Für den Einstieg

  • eine ausgewählte Buchszene vorlesen
  • gemeinsam sammeln: Was macht Carl Angst?
  • fragen: Was würdet ihr an Carls Stelle tun?

Entdecken

Was wissen wir – und was erzählen wir?

Die Kinder begegnen Carls Geschichte nicht nur als Abenteuer. Sie können zugleich entdecken, was historisch belegt, was überliefert und was für die Buchgeschichte gestaltet ist.

Historisch belegt Überliefert Künstlerisch verdichtet

So wird sichtbar, wie aus historischen Spuren eine erzählte Geschichte entstehen kann.

Gemeinsam entdecken

  • Warum kamen Soldaten in Dörfer und Häuser?
  • Was bedeutete Krieg für Familien im Erzgebirge?
  • Welche Teile von Carls Geschichte können wir belegen?

Vertiefen

Nicht nur Carl hatte Angst.

Der Band bietet die Möglichkeit, über Angst, Verantwortung, Familie und gegenseitige Hilfe zu sprechen.

Dabei soll die Geschichte nicht in „gut“ und „böse“ zerfallen. Auch einfache Soldaten lebten unter Befehlen, Abhängigkeiten und den Folgen ihrer Zeit.

Weiterdenken

  • Was hilft Menschen, wenn sie Angst haben?
  • Warum ist gegenseitige Hilfe wichtig?
  • Kann jemand anderen Angst machen und trotzdem selbst Angst haben?
  • Was verändert sich, wenn wir versuchen, die Lage des anderen zu verstehen?

Materialien zum Mitnehmen

Material für:

Die Materialien dürfen für die eigene Klasse oder Kindergartengruppe ausgedruckt, kopiert und angepasst werden.

  • Grundwissen PDF

    Leben im Erzgebirge vor Carl

    Kompakte Einordnung von Alltag, Abhängigkeiten und Lebensbedingungen vor Carls Geburt.

    PDF herunterladen 69 KB
  • Grundwissen PDF

    Grundwissen: Das Erzgebirge zur Zeit Carls

    Kompakte historische Einordnung zu Krieg, Alltag, sozialen Verhältnissen und Carls Lebenswelt.

    PDF herunterladen 52 KB
  • Arbeitsblatt PDF

    Arbeitsblatt Band 01

    Aufgaben zur Buchgeschichte, zum historischen Kontext, zu Perspektiven und zum Textverständnis.

    PDF herunterladen 35 KB
  • Unterrichtsimpulse PDF

    Band 01 im Unterricht

    Konkrete Unterrichtswege für 20 Minuten, 45 Minuten oder eine vertiefte Doppelstunde.

    PDF herunterladen 36 KB
  • Quellenblatt PDF

    Belegt, überliefert oder erzählt?

    Ein altersgerechter Einstieg in Quellenkritik und die drei Evidenzebenen der Reihe.

    PDF herunterladen 43 KB
  • Lehrpersonenblatt PDF

    Band 01 – Unterricht auf einen Blick

    Lernziele, Themen, Zeitbedarf, Einsatzmöglichkeiten und Materialien kompakt zusammengefasst.

    PDF herunterladen 48 KB
  • Vorlesematerial PDF

    Carl und die fremden Reiter

    Ein kurzer Einstieg zum Vorlesen, Anschauen und gemeinsamen Erzählen.

    PDF herunterladen 31 KB
  • Gesprächsimpulse PDF

    Angst, Mut und Hilfe

    Kurze Gesprächsideen für den Sitzkreis zu Gefühlen, Mut und gegenseitiger Hilfe.

    PDF herunterladen 31 KB
  • Spiel & Entdecken PDF

    Spuren, Geräusche und ein sicherer Weg

    Drei einfache Aktivitäten zu Wahrnehmung, Orientierung und gegenseitiger Hilfe.

    PDF herunterladen 32 KB
  • Kreativmaterial PDF

    Mein Mut-Schild

    Eine einfache Schwarz-Weiß-Aktivität zum Malen, Erzählen und gemeinsamen Entdecken.

    PDF herunterladen 28 KB
  • Begleitblatt PDF

    Band 01 – auf einen Blick

    Ziele, Themen, Zeitbedarf, Einsatzmöglichkeiten und Materialien für die pädagogische Fachkraft.

    PDF herunterladen 34 KB

Bandaustritt

Brücke zum nächsten Band

Die Preise steigen.

Getreide und Vorräte werden knapp. Die Teuerung zieht durch Sachsen und das Erzgebirge.

Die Not verschärft sich.

Teuerung und Hunger erreichen die Region deutlich. Carl ist ungefähr neun Jahre alt.

Bandeintritt

02

Band 02

Winter der Teuerung – Carl und der Schweinetrog-Pirat

Erzählzeitraum · 1770–1772

Eingereicht für

Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis Deutscher Kinder- und Jugendbuchpreis

Nach dem Winter fehlt es den Menschen im Erzgebirge weiterhin an allem. Carl erlebt die Not und beginnt zu helfen.

Im Buch

Einordnung · 1770–1772

Warum ist dieser Band wichtig?

Carl ist noch ein Kind, als das Erzgebirge von einer schweren Hunger- und Teuerungskrise getroffen wird.

1770 beginnt eine Folge ungewöhnlicher Wetterereignisse und schlechter Ernten. 1771 wird die Ernte erneut vernichtet. Die Preise für Getreide und Brot steigen dramatisch. Anfang 1772 verschärft die Sperre der böhmischen Getreideausfuhr die Lage zusätzlich. Aus Teuerung wird Hunger.

Menschen verkaufen ihren Besitz, suchen auf Feldern nach Essbarem und kochen Gras zu Brei. Krankheiten breiten sich unter den geschwächten Menschen aus. Viele sterben. Andere verlassen ihre Heimat und ziehen über die Landstraßen.

Auch Scharfenstein und Carls Familie bleiben davon nicht verschont.

Band 02 zeigt damit nicht einfach einen harten Winter oder eine schlechte Ernte. Er zeigt eine Zeit, in der Carl erlebt, wie schnell Armut zu Hunger werden kann – und wie wichtig es ist, einen Menschen in Not nicht einfach liegen zu lassen.

Diese Erfahrungen gehören zu den prägenden Jahren seiner Kindheit und helfen zu verstehen, warum Gerechtigkeit, Hilfe und der Blick auf die Not anderer in seinem späteren Leben eine so große Rolle spielen konnten.

Wissen entdecken

Brennende Fragen

Nachweise

Woher wissen wir das eigentlich?

Belegt, überliefert oder erzählerisch verdichtet: Hier wird die Quellenlage zu Band 02 sichtbar – ohne erfundene Primärquellen.

Historisch belegt Überliefert Künstlerisch verdichtet

Quellen & Nachweise

  • Das Wetter

    1770 und 1771 häufen sich ungewöhnliche Wetterereignisse.

    Historisch belegt

    Historischer Kontext

    Pietzonka nennt konkrete Wetterereignisse: 1770 Gewitter im Januar, Hochwasser der Zschopau, Schnee vom 18. bis 22. März und einen nassen Sommer. 1771 einen milden Winter, Ackern bereits im Februar, Schnee im Mai und anschließend Regen bis in den August.

    Einordnung

    Diese Wetterfolge wird bei Pietzonka unmittelbar mit den schlechten Ernten und der beginnenden Teuerung verbunden.

    Literatur

    Johannes Pietzonka
    Carl Stülpner – Legende und Wirklichkeit
    S. 19-20

  • Preise und Hunger

    Getreide und Brot wurden innerhalb kurzer Zeit extrem teuer.

    Historisch belegt

    Nachweis

    Pietzonka nennt konkrete Preise für Korn, Weizen, Gerste, Hafer und Brot zwischen Januar 1770 und Juni 1772. Beispiel Korn: Januar 1770 – 1 Taler 12 Groschen je Scheffel; Juli 1771 – 10 Taler; Juni 1772 – 13 Taler 15 Groschen.

    Historischer Kontext

    Pietzonka nennt für 1770 einen durchschnittlichen Tageslohn von 4 Groschen.

    Einordnung

    Damit lässt sich die Dimension der Teuerung unmittelbar nachvollziehen. Grundnahrungsmittel wurden für arme Familien zunehmend unbezahlbar.

    Literatur

    Johannes Pietzonka
    Carl Stülpner – Legende und Wirklichkeit
    S. 19-20

  • Das große Wandern

    Menschen verließen während der Hungerkrise ihre Heimat und ihre Familien.

    Historisch belegt

    Historischer Kontext

    Pietzonka beschreibt Kinder, die um Brot betteln, Menschen, die ihren Besitz verkaufen, und Hungernde, die Gras, Baumrinde und Wurzeln essen. Anschließend berichtet er vom „großen Wandern“: Alte Menschen verlassen ihre Kinder, Kinder ihre Eltern. Hunderte ziehen über die Landstraßen.

    Einordnung

    Die wandernden und geschwächten Menschen im Kinderbuch stehen damit in einem historisch belegten Umfeld. Die konkreten Figuren und Begegnungen des Kinderbuches bleiben jedoch erzählerische Gestaltung.

    Literatur

    Johannes Pietzonka
    Carl Stülpner – Legende und Wirklichkeit
    S. 20-21

  • Scharfenstein

    Die hohe Sterblichkeit ist für Carls unmittelbare Heimat dokumentiert.

    Historisch belegt

    Nachweis

    Pietzonka berichtet aus dem Totenregister von Großolbersdorf. Am 18. Juli 1771 waren bereits 75 Tote des Jahres begraben worden. Danach bricht das Register ab. Für 1772 nennt Pietzonka 154 Tote. Für 1774: 21 Tote.

    Historischer Kontext

    Pietzonka zitiert für den 18. Juli 1771 den Hinweis, dass keine Träger mehr aufzutreiben seien und die Leichen vom Totengräber mit dem Schubkarren gefahren würden.

    Einordnung

    Die Hungerkrise ist damit nicht nur allgemein für Sachsen oder das Erzgebirge greifbar, sondern unmittelbar für Carls Lebensumfeld.

    Literatur

    Johannes Pietzonka
    Carl Stülpner – Legende und Wirklichkeit
    S. 21-22

  • Carls Vater

    Johann Christoph Stülpner könnte der Hungersnot zum Opfer gefallen sein.

    Überliefert

    Einordnung

    Das ist eine historisch begründete Schlussfolgerung Pietzonkas, aber kein eindeutiger Nachweis der konkreten Todesursache.

    Grundlage

    Pietzonka schreibt, man könne „mit aller Wahrscheinlichkeit“ sagen, dass Carls Vater Johann Christoph ein Opfer der Hungersnot geworden sei.

    Literatur

    Johannes Pietzonka
    Carl Stülpner – Legende und Wirklichkeit
    S. 22

  • Die Szenen im Buch

    Band 02 verdichtet die historische Hungerkrise zu Carls Geschichte.

    Künstlerisch verdichtet

    Grundlage

    Historisch belegt sind Wetter, Missernten, Teuerung, Hunger, Krankheit, hohe Sterblichkeit und die Wanderbewegungen der Bevölkerung.

    Historischer Rahmen

    Pietzonkas Darstellung beschreibt genau die Welt, in der der junge Carl während dieser Jahre lebte.

    Gestaltung im Band

    Die konkreten Begegnungen, Dialoge, Strups’ Rolle und einzelne Handlungsabläufe des Kinderbuches sind erzählerische Gestaltung. Die historischen Zustände werden damit nicht erfunden – die Geschichte macht sie für Kinder erlebbar.

Lehrpersonen ·

Weiterentdecken

Noch tiefer in Carls Welt.

Geschichte, Wissen und Materialien – passend zu deiner Perspektive.

Einstieg

Was müsste passieren, damit Brot plötzlich sehr teuer wird?

Band 02 öffnet die Hunger- und Teuerungsjahre 1770–1772. Zuerst Ideen sammeln: Wetter, Ernte, Preise, Versorgung – was hängt zusammen?

Danach die historische Situation: Mehrere schlechte Ernten und steigende Getreidepreise verändern das Leben armer Familien im Erzgebirge.

Für den Einstieg

  • Frage in den Raum stellen: Warum wird Brot teuer?
  • Ideen an der Tafel sammeln und ordnen
  • kurze Buchszene oder Zeitstrahl-Station öffnen

Einstieg

Was brauchen wir jeden Tag?

Im Sitzkreis sammeln: Essen, Wasser, Wärme, Zuhause. Danach die Frage: Was passiert, wenn Essen knapp wird?

Band 02 erzählt von einer Zeit, in der das Wetter die Ernte verdarb und viele Menschen wenig zu essen hatten. Keine Angstgeschichten – ruhiges gemeinsames Nachdenken.

Für den Einstieg

  • Was brauchen Menschen jeden Tag?
  • Woher kommt unser Essen?
  • Was tun wir, wenn jemand Hilfe braucht?

Entdecken

Die Wirkungskette sichtbar machen

Gemeinsam entwickeln: ungewöhnliches Wetter → schlechte Ernte → weniger Getreide → höhere Preise → Hunger → Krankheit / Abwanderung.

Historisch belegt Überliefert Künstlerisch verdichtet

Dabei unterscheiden: Was ist historisch belegt – und was ist im Kinderbuch erzählerisch gestaltet?

Gemeinsam entdecken

  • Warum traf eine schlechte Getreideernte arme Familien besonders stark?
  • Welche Stationen der Kette könnt ihr belegen?
  • Welche Buchszene macht die Not erlebbar, ohne selbst Beleg zu sein?

Entdecken

Vom Korn zum Brot

Sehr einfach: Getreide wächst auf dem Feld. Körner werden gemahlen. Aus Mehl kann Brot entstehen. Wenn auf dem Feld wenig wächst, gibt es weniger Mehl.

Historisch belegt Überliefert Künstlerisch verdichtet

Die Not im Buch ist an eine echte historische Zeit gebunden. Die einzelnen Abenteuer mit Carl sind erzählt.

Gemeinsam entdecken

  • Was wächst auf dem Feld?
  • Wie wird aus Korn Brot?
  • Warum ist Teilen und Helfen wichtig?

Vertiefen

Rahmen und Szene trennen

Pietzonka nennt Wetter-, Preis- und Sterblichkeitsangaben. Das Kinderbuch erzählt daraus konkrete Begegnungen.

Lernziele: Die Schülerinnen und Schüler können erklären, warum mehrere schlechte Ernten zu Hunger führen können; den Zusammenhang Wetter → Ernte → Preis → Hunger beschreiben; verstehen, dass Kinder früher stärker in den Arbeitsalltag eingebunden waren; historische Tatsache und erzählerische Gestaltung unterscheiden; einfache historische Quellenangaben einordnen.

Weiterdenken

  • Was gehört zum historischen Rahmen?
  • Was ist erzählte Szene?
  • Warum ist die Unterscheidung wichtig?
  • Wie können wir Quellenangaben altersgerecht einordnen?

Vertiefen

Carl sieht, dass jemand Hilfe braucht

Carl kann das Wetter nicht ändern. Aber er kann helfen. Sprecht darüber, was kleine Hilfe bedeuten kann.

Keine dramatischen Hungerszenen. Themen bleiben: Wetter, Essen, Teilen, Helfen, Herkunft von Brot.

Weiterdenken

  • Was kann man tun, wenn jemand Hilfe braucht?
  • Muss Hilfe groß sein?
  • Wie fühlt es sich an, wenn man teilt?
  • Was macht ein gutes Zuhause aus?

Materialien zum Mitnehmen

Material für:

Die Materialien dürfen für die eigene Klasse oder Kindergartengruppe ausgedruckt, kopiert und angepasst werden.

  • Grundwissen PDF

    Warum wurde Brot plötzlich so teuer?

    Teuerung und Hunger im Erzgebirge 1770–1772 – historischer Hintergrund für Kindergarten und Schule.

    PDF herunterladen 54 KB
  • Grundwissen PDF

    Die Teuerungsjahre 1770–1772

    Grundwissen zu Missernten, steigenden Preisen, Hunger, Abwanderung und Carls historischer Lebenswelt.

    PDF herunterladen 46 KB
  • Lehrpersonenblatt PDF

    Band 02 im Unterricht

    Didaktische Orientierung mit Lernzielen, Einstieg, sensiblen Themen und Hinweisen zur Arbeit mit dem Zeitstrahl.

    PDF herunterladen 49 KB
  • Unterrichtsimpulse PDF

    Band 02 entdecken und vertiefen

    Unterrichtsideen zu Wetter, Ernte, Preisen, Versorgung, Quellen und dem Erzgebirge als Lebensraum.

    PDF herunterladen 42 KB
  • Arbeitsblatt PDF

    Wenn Brot immer teurer wird

    Arbeitsblatt zu Ursache und Wirkung, historischer Einordnung und der Frage, warum kleine Hilfe wichtig sein kann.

    PDF herunterladen 42 KB
  • Quellenblatt PDF

    Quellen zu den Teuerungs- und Hungerjahren

    Ausgewählte historische Angaben zu Preisen, Wetter, Versorgung und Not mit quellenkritischen Arbeitsfragen.

    PDF herunterladen 51 KB
  • Begleitblatt PDF

    Begleitblatt Band 02

    Orientierung für die gemeinsame Arbeit mit Band 02 – mit Themen, Zielen, Schwerpunkten und Hinweisen zum Umgang mit Hunger und Not.

    PDF herunterladen 51 KB
  • Vorlesematerial PDF

    Wenn Brot kostbar wird

    Kurzer Vorlesetext als Einstieg in die Teuerungs- und Hungerjahre mit einfachen Fragen für die Gruppe.

    PDF herunterladen 44 KB
  • Gesprächsimpulse PDF

    Reden über wenig, genug und teilen

    Kindgerechte Gesprächsimpulse zu Essen, Teilen, Wetter, Helfen und Zusammenhalten.

    PDF herunterladen 41 KB
  • Spiel & Entdecken PDF

    Vom Korn zum Brot

    Vier einfache Entdeckerideen zu Nahrung, Wetter, Grundbedürfnissen und kleiner Hilfe im Alltag.

    PDF herunterladen 35 KB
  • Kreativmaterial PDF

    Carls Vorratskorb

    Malen, auswählen und erzählen: Was braucht eine Familie in einem schweren Winter wirklich?

    PDF herunterladen 33 KB

Bandaustritt

Brücke zum nächsten Band

Die Hungerjahre hinterlassen tiefe Spuren.

Die schlimmste Not beginnt nachzulassen. Doch viele Familien im Erzgebirge haben Angehörige, Besitz und ihre wirtschaftliche Sicherheit verloren.

Carl verliert seinen Vater.

Pietzonka hält es für sehr wahrscheinlich, dass Johann Christoph Stülpner während der Hungersnot starb.

Für Carl beginnt ein neuer Abschnitt.

Sein Weg führt nach Ehrenfriedersdorf.

Bandeintritt

03

Die Reise geht weiter

Band 03 · In Arbeit

Der Förster und der Junge, der alles sehen wollte

Frühsommer 1773 · Ehrenfriedersdorf · Greifensteine

Carl ist etwa elf Jahre alt. Sein Weg führt ihn zu Förster Müller – und in eine Welt, in der es für ihn immer mehr zu entdecken gibt.

Erscheint in Kürze

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